Montag, 18. Mai 2026

Maritimes

Der heutige Beitrag steht ganz im Zeichen von maritimen Dingen. 

Zuerst zeige ich eine Männerkarte, die ich zu einem Geburtstag, der an der Ostsee verbracht wurde, gebastelt habe. 


Auf die dunkelblaue Grundkarte kam ein mit Holzmuster geprägter Hintergrund. Den Aufleger habe ich mit maritimen Symbolen bestempelt.


 Dazu kam ein passender - ebenfalls maritimer - Spruch:


 * * * 

Am Samstag vor Muttertag war ich 6 Stunden lang mit dem Schiff in Hamburg unterwegs. Eigentlich hatte ich die Fahrt meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt. Traurigerweise konnte sie die Fahrt aufgrund ihrer Erkrankung nicht wahrnehmen, weil sie sich immer noch in der Reha befindet. Damit die Fahrt nicht verfällt, bin ich nun selber eingesprungen. 

Los ging es in einem kleinen Hafenbecken in Hamburg-Bergedorf (im Süd-Osten von Hamburg) mit diesem Schiff:


 

Zuerst wartete auf uns an Bord ein schönes Frühstück, welches wir mit gebucht hatten.


So gut gestärkt ging es dann um 10 Uhr mit dem Schiff entlang des Schleusengrabens in die Dove-Elbe. Dort sah es sehr ländlich aus und man dachte nicht, dass man sich eigentlich in Hamburg befindet.


 


Auch die eine oder andere Schleuse sind wir durchfahren.


 An Deck konnte man herrlich sitzen. Blauer Himmel - Sonnenschein!


Nach einigen Kilometern, u.a. durch die Stadtteile Nettelnburg, Allermöhe, Tatenberg, erreichten wir die Norderelbe.

Dort umrundeten wir in südlicher Richtung den Stadteil Wilhelmburg und schipperten um die Bunthäuser Spitze wieder gen Norden. Ab da ist es die Süderelbe.

Hier durchfuhren wir die Kattwykbrücke...


 ...und die berühmte Köhlbrandbrücke (solange sie nocht steht)...


 ...vorbei an gewaltig großen Containerschiffen (hier nahm leider die Bewölkung zu)...


...bis zum Hamburger Hafen. Da an diesem Wochenende der 837. Hafengeburtstag gefeiert wurde, konnten wir aufgrund der Sperrung nicht direkt an den Landungsbrücken vorbeifahren, sondern mussten einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und kamen an der Elphi raus.


Das Gewusel am Ufer konnte man aber sehen - und den Michel sowieso.

Und auch ein wenig Spektakel anlässlich des Hafengeburtstages:

Zurück ging es an der Hafencity vorbei, unter den Elbbrücken durch...


 ...noch mit einer kleinen Stärkung...


 ...zurück zum Ausgangspunkt in Bergedorf.

Hier gab es zwar keinen bemalten Stromkasten, aber eine hübsch bemalte Wand:


 Die Fahrt war toll. Fast wie ein ganzer Urlaubstag. Die Autofahrt nach HH und zurück war auch extrem entspannt - kein Stau - was will man mehr.

Von unserem Frühstück habe ich mir dieses Mini-Glas Marmelade als Andenken mitgenommen, da ich es nicht geschafft habe. 

 


Dafür darf ich das Feld "Marmelade zum Frühstück" beim Jahresbingo streichen!

 


Sonntag, 10. Mai 2026

Möbel-Upcycling

Wie versprochen zeige ich noch mein (fast) fertiges Gästezimmer. Die alte Büroausstattung, u.a. der Schreibtisch mit Drucker, musste aber drin stehen bleiben. 

Die in dem ehemaligen Büro untergebrachten Möbel waren aus drei unterschiedlichen Holzarten. Schreibtisch in Buche, Regale aus meinem alten Wohnzimmer in Erle und ein alter Schlafzimmerschrank in Sen-Esche. Ich habe mir kurzerhand Möbelfarbe gekauft, die man - ohne die Stücke schleifen zu müssen - direkt auftragen kann. Ich habe ein "Lichtgrau" gewählt, denn für die Wände hatte ich Anthrazit und eine graue Fototapete (Wald im Nebel) ausgesucht: 


 

Das Korklaminat auf dem Fußboden habe ich drin gelassen. Die Türen sind auch hellbraun. So entsteht ein kleiner Kontrast und es war mir echt zu viel Arbeit, den Fußboden auch noch rauszureißen, weil er eigentlich in Ordnung ist.

Hier nochmal das "vorher-Foto" der Schreibtisch-Ecke:


 So sah dann der gestrichene Schreibtisch in Hellgrau aus:

Hier sieht man ein altes Regal aus einer alten Wohnzimmerschrankwand. Das hatte ich in groß und in klein.


 Alles in allem sieht die Schreibtischecke jetzt so aus:


 


Hinter der Tür steht ein alter Schlafzimmerschrank (ehemals Sen-Esche), der auch einen neuen Anstrich bekam. 

Vorher (links noch mit feuchter Farbe):


 Nachher: 


Die Gäste dürfen sich später der Hälfte des Kleiderschranks bedienen. Ansonsten brauche ich den Platz für meine Akten, Fotoalben und anderen Papierkram.


Nun fehlt nur noch ein Schlafsofa, welches zu einem Doppelbett ausgezogen werden kann. Aber das muss ich noch kaufen. 

Derweil streiche ich das Feld "Upcycling" beim Jahresbingo.

Dadurch entsteht meine 4. Bingoreihe (vorletzte Reihe senkrecht)! 



Dienstag, 5. Mai 2026

Schwimmbad-Feeling und Renovierung

Ich hatte mal wieder Lust, ein Stempelset einzusetzen, welches noch unbenutzt im Schrank lag. Es traf die beiden Robben mit den Cocktails. Ziemlich abstrakt, aber total niedlich!

 

Coloriert habe ich sie mit Alkoholmarkern. Den Hintergrund habe ich mit den Distress Oxides mit einer Schablone gewischt. 


Das Muster in dieser Farbe erinnert mich an ein Schwimmbad. Die Robben lassen es sich schmecken. 😊🍸

 

Anderes Thema: das Büro meines Ex-Mannes im Keller (bzw. Souterrain) wollte ich zum Gästezimmer umgestalten. 

 

Blöderweise liefen an der Decke unschöne Heizungsrohre entlang. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, diese zu verkleiden. An zwei Wänden an der Decke liefen sie zusammen und in dieser Ecke von der Decke bis zum Fußboden - insgesamt fast 9 Meter - auweia!


 
Bis jetzt hatte ich so etwas noch nie gemacht. Aber dank youtube kann man sich dieses Wissen aneignen. Also Rigipsplatten und Vierkanthölzer besorgt, sowie das erforderliche Befestigungsmaterial.


So baut man dann einen Kasten drum herum. Aber Theorie und Praxis...das ist schon ein Unterschied. Ich hasse es, mit der Bohrmaschine bohren zu müssen. Rutscht man ein paar Millimeter ab, passen die vorher angezeichneten Stellen nicht mehr, grrr. Da ist viel Schweiß gelaufen. Mein Sohn hat geholfen, denn das "über-Kopf-arbeiten" ist sowieso kein Geschenk! 

Die Heizungsrohre hörten zwar in der Mitte über dem Fenster auf, aber ich habe den Kasten bis nach links durchgezogen, weil das doof ausgesehen hätte, wenn der Kasten mitten auf der Wand geendet hätte.
 


Kniffelig war auch die Stelle, wo die drei Rohre in der Ecke zusammenlaufen...

Nach und nach (oder wie sagt man: mühsam nährt sich das Eichhörnchen) kamen wir der Sache näher...

Tadaaa!

Nachdem alles angebracht und verspachtelt war, habe ich mich aber doch entschieden, die Kästen nicht nur zu streichen, sondern zu tapezieren. Das fertige Zimmer zeige ich in einem anderen Beitrag. Hier schon mal ein Blick auf die fertige Verkleidung:

Ich bin sehr stolz auf meine Leistung. Die ollen Rohre sieht man nun nicht mehr. Heute streiche ich (ohne Pinsel oder Rolle!) das Bingofeld "Renovieren oder Reparieren" beim Jahresbingo. Dadurch entsteht meine dritte Bingoreihe (2. Reihe waagerecht). 


Mittwoch, 29. April 2026

Draußen

Heute gibt es keine Karten oder andere Papierbasteleien. Uns alle zieht es derzeit nach draußen, weil die Natur erwacht und alles so schön blüht. 

Als ich neulich im Liegestuhl saß, fiel mir ein dicker, schwarzer Käfer auf. So ein Exemplar hatte ich noch nie gesehen. Dank Google findet man ja schnell die Antwort: ein Ölkäfer, auch Maiwurm, Blasenkäfer oder Pflasterkäfer genannt. 



Ich schoß ein paar Fotos und vergaß ihn eigentlich auch wieder. Am nächsten Tag entdeckte ich einen Artikel in unserer Tageszeitung über genau diesen - angeblich seltenen - Käfer, den ein Leser aufgenommen hatte.  


Tatsächlich habe ich diese Art Käfer jetzt schon mehrfach bei mir auf dem Grundstück gesehen. Dabei sollen sie tatsächlich selten sein! Ölkäfer stehen sogar auf der Roten Liste. Wer sie bei sich sieht, hat einen naturnahen, artenreichen Garten heißt es! Die Ölkäferlarven (das Weibchen liegt 9000 Eier!!) klettern nach dem Schlüpfen auf Blüten und können nur überleben, wenn sie sich an den Körper von Wildbienen hängen, dort mit ins Nest gelangen und sich von deren Nahrung ernähren. Das gelingt nur wenigen. Der Ölkäfer ist übrigens giftig! Beim Verschlucken (z.B. bei kleinen Kindern) ist das Gift lebensgefährlich. 

Apropos Öl: beim Ölen meines elektrischen Gartentores, habe ich ein Suchbild geschossen. Da hat sich doch am Torantrieb eine Kröte verkrochen! Ich bekam gleich wieder eine Gänsehaut, da ich ja unter einer Krötenphobie leide...

Wer kann sie sehen? Die Auflösung folgt weiter unten...


Andere Gartenbewohner haben auch fleißig ihr Nest vollgemacht:


Ich finde es gewaltig, dass Ameisen das Vielfache ihres Körpergewichts schleppen können...

Die Nachbarkatze hatte es sich vor meinem Holz gemütlich gemacht:


Und hoffentlich konnte sich diese kleine Blaumeise vor ihr in Sicherheit bringen: 

Ich glaube, es ist eine ganz junge und sie war dabei, Flugübungen zu machen. Jedenfalls hüpfte sie die ganze Zeit auf dem Hof herum.


 Hier noch die Auflösung, wo sich die Kröte versteckte:

 

Bei klarem Wetter finde ich auch den Übergang vom Tag zum Sonnenuntergang faszinierend. Die Silhouette der Bäume vor dem blau-orangen Himmel ist ein Gedicht:


Und auch nachts gibt es noch Sagenhaftes zu entdecken. Neulich hatten wir doch diesen tollen Vollmond. So hell! Aus dem Badezimmerfenster schoss ich um 1 Uhr nachts zunächst dieses Bild (nein, es ist nicht die Sonne!): 

Dank ein paar zusätzlicher Einstellungen an meiner Handykamera kam dann aber noch dieses Foto zustande:


Cool, oder?

Die Fotos verlinke ich beim Jahresbingo und streiche das Feld "Gartenglück oder eben draußen".